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Donnerstag, 29. November 2018


Sonntag, 20. Januar 2019 um 17:07:32 von Kulturpool Redaktion

Maximilian I. - 500. Todestag

Anlass
500. Todestag Maximilian I.

Triumphzug Maximilian I

Triumphzug Kaiser Maximilians I.: Der Triumphwagen des Kaisers mit seiner Familie
Aus der Graphischen Sammlung der Albertina Wien

Gedenkjahr Kaiser Maximilian I.
Ausstellungen, Symposien, Sonderschauen 2019

Eine Vielzahl an Ausstellungen, Symposien, Sonderschauen, Büchern und Katalogen widmen sich heuer dem Leben und Werk Maximilian I. anlässlich seines 500. Todestages.

Von der Nationalbibliothek bis zu Ausstellungen im Metropolitan Museum New York oder in Tokio zeigen heimische wie auch internationale Museen Objekte, Werke, Sonderkompositionen, Digitalisierierungsprojekte und erzählen Geschichten und Besonderheiten des Habsburger Kaisers, der in einem sehr intensiven Zeitalter zwischen zwei Epochen herrschte.

Vor allem seine Lieblingsstadt Innsbruck und das durch seine Politik in den Herrschaftsbereich der Habsburger gelangte Land Tirol werden eine Vielzahl an Gedenkveranstaltungen vorzeigen.

Kaiser Maximilian I. Ein großer Habsburger. (VORSCHAU)
15. März 2019 – 3. November 2019 Österreichische Nationalbibliothek
2019 widmet die Österreichische Nationalbibliothek dem bedeutenden Monarchen eine Sonderausstellung im Prunksaal anlässlich seines 500. Todestages.

Kaiser Maximilian I. wird gern als „letzter Ritter“ bezeichnet, denn in seine Regentschaft fällt die Zeitenwende vom Mittelalter zur Renaissance. Als er 1519 starb, war Amerika entdeckt, der Buchdruck mit beweglichen Lettern erfunden und neue humanistische Ideen hatten sich in seinem Reich verbreitet. Die große Sonderausstellung der Österreichischen Nationalbibliothek präsentiert den Herrscher und seine Zeit anhand zahlreicher, eindrucksvoller Handschriften und Frühdrucke.

Maximilians Erziehung war noch ganz von mittelalterlichen Traditionen geprägt und er begeisterte sich besonders für Jagd und Turniere. Doch als Kaiser entwickelte er ein neues Herrscherideal und öffnete sich dem „Zeitgeist“. Durch diese Aufbruchsstimmung zog sein Hof bald zahlreiche Künstler und Denker an. Im Umkreis Maximilians beschäftigten sich Gelehrte mit so unterschiedlichen Themen wie der Übersetzung von Hieroglyphen oder der Erstellung von Land- und Himmelskarten, die bis heute als wertvolle Zeugnisse dieses Aufschwungs erhalten sind.

Einen wesentlichen Anteil an diesen kulturellen Entwicklungen hatten auch Maximilians familiäre Bindungen nach Burgund und Italien: Kunst, Musik und das strenge Hofzeremoniell dort beeindruckten ihn nachhaltig. Durch seine Ehen kamen außergewöhnliche Bücherschätze an seine Bibliothek wie etwa das Stundenbuch der Maria von Burgund. Ebenfalls im Prunksaal zu sehen ist der berühmte „Weißkunig“, ein reich illustriertes Werk mit autobiografischen Zügen.

Rubensbild Maximilian I
Bildnis von Kaiser Maximilian I. im Profil nach rechts
Peter Paul Rubens (Zugeschrieben an) (Siegen 1577 - 1640 Antwerpen)
Aus der Graphischen Sammlung der Albertina Wien

Internationale Tagung zum 500. Todestag Maximilians I.
18.03.2019

Maximilian I. (1459–1519). Person, Brüche und Umbrüche einer Brückenzeit
Die mit den international führenden ExpertInnen für Kaiser Maximilian besetzte Tagung wird ein weites Panorama dieser Herrscherpersönlichkeit am Übergang vom Mittelalter zur Neuzeit schaffen. Maximilian wird nicht nur als politische Gestalt in den Blick genommen, sondern auch als Monarch im Zentrum eines kulturell und künstlerisch ungemein produktiven Hofes und als Akteur einer Zeit tiefgreifender politischer, kultureller und weltanschaulicher Umbrüche. Die Vorträge am Eröffnungsnachmittag finden im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg statt und behandeln die Person Maximilian sowie das Europa, in dem er wirkte. Die Vorträge am Dienstag und Mittwoch, die im Kaiser-Leopold-Saal der Universität stattfinden, überblicken eine Vielfalt von Themen, vom höfischen Leben über seine Verwaltungseliten bis hin zu seiner medialen Selbstdarstellung.

Maximilian Habsburg Jagellonen
Familie des Kaisers Maximilian I. (1459-1519)
Aus der Gemäldegalerie des Kunsthistorischen Museum Wiens

Auch die Stadt Wels widmet dem Habsburger eine Ausstellung:
21. März bis 27. Oktober

Die Stadt Wels, in deren Burg der Kaiser starb, zeigt dort von 21. März bis 27. Oktober die Sonderausstellung “Kaiser Maximilian I. – Kaiser – Reformer – Mensch. Zum 500. Todesjahr des letzten Ritters”. Sie beleuchtet sein machtpolitisches Streben, seine Reformen und Neuerungen im Reich sowie die Verklärung seiner Person nach seinem Tod. Die Schau legt besonderes Augenmerk auf die Beziehung des Kaisers zu Wels und zu den Polheimern, einem Adelsgeschlecht, dessen Angehörige in enger Verbindung zum Regenten und zur Stadt standen. Inszenierungen zu den Themen Jagd und Fischerei sowie Feste und Turniere ermöglichen einen Eindruck vom Leben am Hof des Kaisers. Als Glücksfall für die Ausstellung erweist sich, dass der Kaiser die neuen Formen der Druckkunst zur publikumswirksamen Darstellung seiner persönlichen aber auch seiner politischen Ziele nutzte. Originale Holzschnitte, Gemälde und literarische Werke werden als Faksimile präsentiert oder als grafische Auf- beziehungsweise Umarbeitung.

In Kooperation mit dem Oberösterreichischen Münzsammlerverein Wels entstanden zwei Gedenkmünzen, die anlässlich des 500. Todestages zu erwerben sind. Außerdem wird es 2019 eine Sonderbriefmarke samt Sonderpoststempel geben. Die Tourismusregion Wels plant zudem zahlreiche weitere Veranstaltungen und Aktivitäten. Beispielsweise begeben sich eigene Sonderstadtführungen auf die Spuren des Kaisers im alten Wels.

Maximilian Familie
Kaiser Maximilian I. im Kreise seiner Familie
Aus der Sammlung REALonline, Institut für Realienkunde - Universität Salzburg

Kaiser Maximilian I. im Mathias Schmid Museum Ischgl
Die Ausstellung läuft vom 6. Oktober 2018 bis Ende 2019

Das Mathias Schmid Museum in Ischgl feiert 2019 das 20-Jahr-Jubiläum. Den Auftakt dazu bildet am 6. Oktober 2018 die Eröffnung der Ausstellung über Kaiser Maximilian. Auch am Paznaun ging der Schwabenkrieg im Jahr 1499 nicht spurlos vorbei. Zudem ist auch das Jagdgebiet um Ischgl im Jagdbuch von Kaiser Maximilian I. (um 1500) vortrefflich beschrieben. Nachdem Ischgl im Jahr 1505 von Maximilian I. das Mautrecht im Fimbatal erhalten hatte, entwickelte sich die Gemeinde zu einem wohlhabenden Handelszentrum. Vom bekannten Paznauner Künstler Mathias Schmid (1835-1923) stammt das Gemälde „Kaiser Maximilian I. im Kloster Valduna" (1870). Dieses Gemälde ist Teil eines vierteiligen Gemäldezyklus „Aus der Vorarlberger Sagenwelt", dass der Mäzen Josef Andreas Ritter von Tschavoll bei Mathias Schmid für seine Villa in Feldkirch in Auftrag gab. Das originale Skizzenbuch mit den vorbreitenden Bleistiftzeichnungen zum Gemälde „Kaiser Maximilian I. in Valduna" (1870) ist im Mathias Schmid Museum zu sehen.

Röm. Dt Kaiser
Maximilian I., romisch-deutscher Kaiser (22.03.1459-12.01.1519); s.d. (sine dato)
Sammlung von Objekten des Archivs der Universität Wien,Universitätsbibliothek Wien - Phaidra

“The Last Knight”
Ab 3. Oktober 2019
Metropolitan Museum of Art, New York

Acht Jahre jünger als Christoph Kolumbus zeigt das Metropolitan Museum of Art ab 3. Oktober in der Schau
“The Last Knight” vor allem Prunkstücke aus der Hofjagd- und Rüstkammer.

Grabmal
Rest eines Feldküriss
Aus der Sammlung der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museum Wiens

Wiener Neustadt, seine Geburtsstadt hat mit Gedenkmessen begonnen und setzt auch auf musikalische Darbietungen. Musik, war bekanntermaßen eine Leidenschaft Maximilian I.

Geboren und begraben wurde Maximilian in Wiener Neustadt. Seine letzte Ruhestätte fand er in der St.-Georgs-Kathedrale, wo am Freitag (11. Jänner) der vom Innsbrucker Künstlerduo Martin und Werner Feiersinger neu gestaltete Altar geweiht wird. Der neue Altar soll von allen Bereichen der Kathedrale aus besser sichtbar sein, der monumentale Grabaufbau, den Maria Theresia ihrem Vorfahren errichten ließ, wurde von den Überbauten der 1990er-Jahre befreit und ist nun besser zugänglich. Am 500. Todestag am 12. Jänner wird ein Requiem aufgeführt. Im Zuge der Landesausstellung “Welt in Bewegung!” widmet sich die Theresianische Militärakademie ab 30. März dem Leben und Wirken des Kaisers. Ab dem 11. Mai läuft im Theater im Neukloster das Musical “Maximilian – ein wahrer Ritter” von Florian Scherz. Abgerundet werden die Veranstaltungen mit einem “Kaiserfest” am Gelände der Militärakademie. Auch Spezielles für Kinder wird geboten, die Palette reicht von Vorlesenachmittagen bis zu einem Musiktheater.

Grabmal
Grabmal des Kaisers Maximilian in der Hofkirche von Innsbruck
Aus der Sammlung der Österreichischen Nationalbibliothek