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Rodez

Informationen der Redaktion

Levitt und Pirosmani

FOKUS: Sammlungen und Ausstellungen

Helen Levitt (1913–2009) ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der Street-Photography. Als leidenschaftliche Beobachterin und Chronistin des New Yorker Straßenlebens fotografiert sie ab den 1930er-Jahren die Bewohner_innen der armen Stadtviertel, wie etwa Lower East Side, Bronx und Harlem. Mit einem Blick für surreale und ironische Details hält sie über viele Jahrzehnte die Menschen in dynamischen Kompositionen fest: Spielende Kinder, posierende Passant_innen und diskutierende Paare. Ihre unsentimentale Bildsprache eröffnet ein humorvolles und theatralisches Schauspiel abseits moralischer und sozial-dokumentarischer Klischees.

Tipp:
Am 11. Jänner gibt es um 17.30 Uhr eine Dialogführung zu Helen Levitt
mit Walter Moser und Michael Loebenstein.

Niko Pirosmani (1862–1918), dem georgischen Maler widmet die Albertina eine umfassende Personale. Der Autodidakt, dessen leuchtende, eindringliche Werke häufig Tiere oder Szenen aus dem Leben des alten Georgiens und seiner Menschen zeigen, ist heute ein Held der Avantgarde, den es zu entdecken gilt. Kunst ist für Niko Pirosmani ein weites, offenes Feld, er selbst ein Vagabund, der das Herumziehen bewusst als Lebensform gewählt hat. Ein Wanderer zwischen Stadt und Land, Gaststuben und Tierställen, der sich gleichzeitig im Zentrum der Gemeinschaft aufhält. Seine im Auftrag entstandenen Werke werden nicht in Galerien und Museen präsentiert, sondern in Gasthöfen, Tavernen und Läden. Niko Pirosmani verkörpert die Vision des Künstlers als hellsichtigem Außenseiter.

Ausstellungstipp:

Helen Levitt (1913–2009)

Niko Pirosmani (1862–1918)

Jeweils bis 27. Jänner 2019

Albertina
Albertina Platz 1
1010 Wien

Gemälde von Paul Signac, Albertina.
Empfehlung weiters die Sammlung Batliner