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Dienstag, 30. Juni 2020


Mittwoch, 30. September 2020 um 12:23:18 von Kulturpool Redaktion

Kulturpool und die Millionengrenze

Anlass
Eine Million Objekte auf Kulturpool

Kulturpool als Millionär

Obwohl je nach landesspezifischer Währung die Summe von einer Million einen jeweils gänzlich unterschiedlichen Vermögenswert darstellen mag, ist der Begriff nach wie vor für viele ein quasi verbrieftes Versprechen einer Überlebensgarantie oder ein Ankommen in einem Umstand eines zukünftig finanziell unbeschwerten Lebenswandels.
Warum das so ist, lässt sich nicht so leicht klären, jedenfalls ist dieses Bild hinten wie vorn brüchig und ein Wunschdenken.

Auch der Kulturpool wird mit dem Erreichen der „Ersten Million“ nicht alle seine Themen und Herausforderungen los werden und die engagierten Bemühungen um Qualitätssteigerung, Aufbau weiterer Anbindungen und Vernetzung unter den heimischen Kulturinstitutionen sowie dem Brückenbau auf Europäischer Ebene werden weitergehen. Jedoch gibt es im Sinne des angesprochenen Mythos des Begriffes Million, sehr wohl Anlass, auf eben diese Million aufmerksam zu machen.

Mehr als eine Million Objekte sind dank der kontinuierlichen Kooperation mit Österreichischen Museen und anderen Kultureinrichtungen nun abrufbar. Als nachhaltiges zentrales Übersichts- und Suchportal des digitalen österreichischen Kulturerbes ist hier sicherlich ein Meilenstein erreicht, der durch eine Vielzahl an dankbaren substanziellen Kooperationen gelungen ist. Das lässt zurückgreifen auf den ursprünglichen Ansatz und der Zielsetzung des Projekts Kulturpool:

„Das inhaltliche Ziel des sektionsübergreifenden Projekts Kulturpool ist es, ein zentrales Übersichts- und Such-Portal digitalisierter Objekte und Kataloge aller österreichischen Kulturinstitutionen zur Verfügung zu stellen. Strategisches Ziel ist dabei die engere Verknüpfung zwischen Kultur und Bildung sowie - der „Future Learning" Initiative folgend -das österreichische Kulturerbe mit neuen Technologien der breiten Bevölkerung zugänglich zu machen. Zielgruppen des Kulturpools sind die kulturinteressierte Öffentlichkeit, SchülerInnen, LehrerInnen, sowie Wissenschaft und Forschung.“

So jedenfalls Eigendefinition und offizielle Projektbeschreibung, erweitert durch den europäischen Ansatz:

„Der Kulturpool wird darüber hinaus als zentraler Datenlieferant digitalen österreichischen Kulturerbes für die Europäische Digitale Bibliothek Europeana dienen und damit einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung österreichischen Kulturerbes auf europäischem Niveau leisten.“

Von öffentlicher Hand finanziert und frei zugänglich lässt sich auch abseits der kommerziellen Welt mit dem Begriff „Warenkorb“, in unserem Fall Merkliste, ein Prozess erklären, der eine Variante der Nutzbarkeiten des Kulturpools vorstellen lässt und eröffnet:
Dank der kontinuierlichen Qualitätssteigerung in Bild und Metadaten sowie der laufend wachsenden Zahl der Objekte, die eine erweiterte Nutzung erlauben, ermöglicht Kulturpool ein digitales Flanieren und Bewandern der Sammlungslandschaften Österreichs unter Verwendung der Suchmaschine „Melvil“, die dank semantisch generierten Daten im Hintergrund die Begriffsverknüpfungen erstellt und begleitet, gleich einem postalischen Zusteller, um gedanklich metaphorisch beim Online-Shopping zu bleiben.

In den letzten Jahren kam es zur Neuanbindung zahlreicher größerer oder kleinerer Institutionen und Kultureinrichtungen wie der Wienbibliothek, der Albertina, der Vorarlberger Landesbibliothek sowie der Stiftsarchive des Monasteriums, weiters auch die „RealOnline“ oder „Phaidra“ sowie ein Open Content Paket der Österreichischen Galerie Belvedere, MAK oder der ÖAW.

2020 werden die Anbindungen des Projekts „museen in vorarlberg“ (einer Kooperation des Vorarlberger Museumsvereins und der Vorarlberger Landesregierung) sowie des Dipkatalogs der NÖ Museen (Museumsmanagement NÖ) umgesetzt.

So lässt sich nach einer spontanen digitalen Wanderung ohne Hinzuziehen diverser Wanderkarten, folgendes im kulturellen Warenkorb finden:

Auf der Suche nach dem einmillionsten Objekt wurde ohne notarielle Begleitung aber mit Bedacht auf die letzten Anbindungen ein kultureller Warenkorb per Zufallsprinzip gefüllt:

Objekt 1 aus dem Warenkorb zur Million
PaulchensKuss
Paulchens Millionenkuss

Datierung:
1918

Beschreibung:
Das Plakat des Propagandafilms „Paulchens Millionenkuss“ mit dem Schauspieler Paul Hindemann aus dem Jahr 1918, das erzählt, wie Paul Heidemann für Kriegsanleihen damit wirbt, dass bei all den jungen Damen, diejenige einen Kuss von ihm erhalten wird, die am meisten Kriegsanleihen eingesammelt hat…

Aus der Sammlung Plakat (Sammlung), Bibliothek und Kunstblättersammlung
Herausgeber: MAK – Museum für angewandte Kunst

Objekt 2 aus dem Warenkorb zur Million
Wehrmachtshelm
Wehrmachtshelm, zum Mörtelschöpfer umfunktioniert

Datierung:
1940-1945

Beschreibung:
In den Sammlungen des Volkskundemuseums findet sich unter der Rubrik „Highlights aus dem Volkskundemuseum“ ein Wehrmachtshelm, der in der Nachkriegszeit zum Mörtelschöpfer umfunktioniert wurde, mit dem Hinweis versehen, dass in dieser Zeit häufig Kriegsrelikte zu Werkzeugen des Friedens umfunktioniert wurden. Ein Wehrmachtshelm diente als Mörtelschöpfer beim Bau eines Hauses.

Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=206158908705&kupoContext=default

Aus der Sammlung Highlights aus den Sammlungen
Herausgeber: Österreichisches Museum für Volkskunde

Objekt 3 aus dem Warenkorb zur Million
CharterLilienfeld
Charter: LilienfeldOCist 1336 II 25

Datierung:
1336

Beschreibung:
Aus dem kollaborativen Archiv des Monasteriums die Sammlung historischer Dokumente, die als digitale Faksimiles gesehen und verwendet werden können bieten einen spannenden Einblick in Verhältnisse und mehr oder weniger alltäglicher Gebarungen dieser Zeit.
Ein Charter aus dem Jahr 1336 der Sammlung des Stiftarchives Lilienfeld: LilienfeldOCist 1336 II 25, beschreibt die Hofübergabe des Ulrich Pylichdorfers und dessen Frau Erweip an Abt Oetaker und dem Konvent von Lylienueld:
Beschreibung: Vlreich der Pylichdorfer und seine Frau Erweip geben Abt Oetaker und dem Konvent von Lylinueld als Seelgerät: 1 Hof auf der Stetten, dient 3 ß, 9 Käse Ramstainer gantzer, 1 Metzen Bohnen, 1 Bündel Flachs, 1 Mäher, 1 Schnitter, 4 Hühner und 20 d für Wein- und Rinderfuhr, dazu 20 d, die man zum Hof von 1 Hofstatt vnder der Maur dient…
Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=317828687877&kupoContext=default

Aus der Sammlung des Stiftarchives Lilienfeld
Herausgeber: Monasterium.net

Objekt 4 aus dem Warenkorb zur Million
Heimkehr
Heimkehr von der Arbeit (Die Liebenden am Scheideweg)

Datierung:
1861

Beschreibung:

Wer unter den fast viereinhalb-tausend Objekten der neuangebundenen „Open Content“ Dateien der Österreichischen Galerie Belvedere stöbern will, kann die unterschiedlichsten Werke wie Alben in einem gutsortierten Plattenladen suchen und genießen.
Ein Beispiel ist von der Biedermeier Ikone Ferdinand Georg Waldmüller die „Heimkehr von der Arbeit“ mit dem Untertitel: „Die Liebenden am Scheideweg“. Aus dem Jahr 1861, wenn auch die Datierung nicht mehr lesbar ist.

Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=253403128919&kupoContext=default

Aus der Sammlung Klassizismus | Romantik | Biedermeier
Herausgeber: Österreichische Galerie Belvedere

Objekt 5 aus dem Warenkorb zur Million
Diptychon
Flügel eines Diptychons, "Konstantinopolis"

Datierung:
Keine Angabe

Beschreibung:
Weibliche Gestalt mit Mauerkrone, in der linken Hand cornucopia (Cornu Copia bedeutet Füllhorn und ist ein mythologisches Symbol des Glückes), in der rechten eine brennende Fackel, auf ihrer rechten Schulter ein geflügelter Amor. Die Gestalt ist eine Stadtpersonifikation, die als die Personifikation der Stadt Konstantinopel angesprochen wird.

Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=532576968110&kupoContext=default

Aus der Sammlung Digitales ForschungsArchiv Byzanz (DiFaB)
Herausgeber: Universität Wien

Objekt 6 aus dem Warenkorb zur Million
Auferstehung
„Panorama vom Bodensee“

Datierung:
um 1890

Beschreibung:
In den historischen Sammlungen der Vorarlberger Landesbibliothek findet sich als Vogelschaubild eine Farblithographie sich Karten wie diese vom Bodensee von Louis Glaser, datiert um 1890. „Panorama vom Bodensee“

Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=261993604338&kupoContext=default

Aus der Sammlung Historische Landkarten
Herausgeber: Vorarlberger Landesbibliothek

Objekt 7 aus dem Warenkorb zur Million
Auferstehung
Die Auferstehung

Datierung:
1515

Beschreibung und Schlagwörter:
Flügelaltar-Rückseite/sakral; Schatten, handreichend, stehend, betend, sitzend, heraussteigend, Hände erhoben, Amikt, Albe, nackt, Schapel, Schnürung, Dalmatik, Bruech, Tiara, Zugalbe, Hl. Petrus, Mönch, Papst, Auferstehende, Auferstehender, Engel, Hl., Verdammter, Apostel, Wolke, Getreide, Geldbeutel, Schlüssel, Schnur, Erdboden, Garbe, Goldmünze, Grab, Himmel
Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=12885193708&kupoContext=default

Aus der Sammlung REALonline
Herausgeber: Institut für Realienkunde - Universität Salzburg

Objekt 8 aus dem Warenkorb zur Million
David
David, Harfe spielend

Datierung:
(erste Hälfte 16. Jahrhundert)

Beschreibung:
Benedetto da Montagna (Künstler_in) (Italien, um 1481 - 1558)

Link: http://www.kulturpool.at/plugins/kulturpool/showitem.action?itemId=4295428956&kupoContext=default

Aus der Graphischen Sammlung
Herausgeber: Albertina, Wien, Österreich

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Bei Interesse, diverse Sammlungen, Smart Works (kurze themenbasierte Artikel/Arbeiten, die mit Hilfe eines speziellen Editors und unter Nutzung der Kulturpoolinhalte verfasst werden können) oder Objekte bei Kulturpool anbinden zu lassen oder auch für Anregungen, bitte unter redaktion@kulturpool.at mit uns in Kontakt treten. Wir freuen uns.

Die Redaktion von Kulturpool wünscht Ihnen allen einen schönen, erholsamen und auch von vielen Motiven aus Kulturpool und Europeana inspirierten Herbst!