Pferdegeschirr

  • Description

      • Im Montanmuseum Altböckstein hat sich ein komplettes Pferde-Zuggeschirr erhalten. Es besteht aus einem Halfter, Zaum mit Trense, verschiedenen Riemen, Leinen und Zügeln, dem großen Kummet und dem sogenannten „Überwurf“, der das Kummet mit dem Zugscheit verbindet. Es stammt vermutlich aus der Zeit Ende des 19. Jahrhunderts, als man versuchte, den Goldbergbau am Radhausberg wiederaufleben zu lassen.

      • Der Goldbergbau im Gasteinertal hatte seinen Höhepunkt bis etwa 1550 unter den Gewerkenfamilien der Weitmoser, Strasser, Strochner und Zott erreicht. Damals wurden bis zu 650 kg Gold und 2.000 kg Silber jährlich gefördert. Wenn man bedenkt, dass bei einer optimalen Ausbeute pro Tonne Gestein gerade einmal 28 Gramm (!) Gold gewonnen werden konnten, kann man ermessen, welche Unmengen an Gestein hier bewegt und bearbeitet wurden!

      • An diese Erfolge konnte nur später mehr teilweise angeschlossen werden. Aber auch jetzt wurde das gepochte, auf Kieselsteingröße zerkleinerte Golderz vom Radhausberg nach Böckstein transportiert. Im Winter geschah dies mit Sackzügen auf Eis- oder Schneebahnen, wie es sich seit dem Mittelalter bewährt hatte. Während der übrigen Zeit des Jahres erfolgte der Transport mit Pferdefuhrwerken. Möglicherweise wurde dieses Zuggeschirr genau dazu eingesetzt.
  • General data

    • Title:
      • Pferdegeschirr
    • Identifier:
      • 9-191
    • Date:
      • 1890 - 1910
    • Date (created):
      • um 1900
  • Media data

    • Rights holder:
      • Salzburger Regionalmuseen und Sammlungen
  • Origin