Die Frankfurter Küche
Ein besonderes Stück Architekturgeschichte
Die Frankfurter Küche gilt als Meilenstein in der modernen Architekturgeschichte. Sie wurde zwischen 1925 und 1930 unter der Leitung der österreichischen Architektin Margarete Schütte-Lihotzky für den sozialen Wohnungsbau in Frankfurt entworfen.
Revolution im Haushalt
Mit ihrem klar strukturierten, funktionalen Design revolutionierte sie die Hausarbeit und setzte weltweit neue Maßstäbe. Sie steht stellvertretend für weibliche Gestaltungskraft in der Architektur und für den Wandel häuslicher Arbeitswelten im 20. Jahrhundert.
Das Frauenmuseum Hittisau verfügt über ein originales Exemplar dieser berühmten Küche. Sie stammt aus einem Frankfurter Wohnblock, der abgerissen werden sollte, und wurde vor Ort geborgen. Für die Ausstellung BLITZBLANK wurde die Frankfurter Küche 2023 restauriert und fehlende Teile nachgebaut.
Doch nicht nur die Besucher:innen vor Ort, auch digitale Gäste können die Frankfurter Küche des Museums entdecken: Neben einem 3D-Modell für die Online-Sammlung des Museums entstand eine kleine Online-Ausstellung zur Frankfurter Küche, öffentlich zugänglich unter www.ichbinkeinekueche.at. Dort findet sich neben wissenswerten Informationen rund um die Küche auch eine digitale Veranstaltungsreihe, die „Gespräche am Küchentresen“. Hier sprechen Expertinnen zu den Themen Küche, Architektur, Hausarbeit und Feminismus.