Sicherung und Sichtbarmachung des kulturellen Erbes
Von alpinen Landschaften bis hin zu historischen Alltagsszenen
Das Österreichische Volkshochschularchiv (ÖVA) ist europaweit die einzige spezialisierte Archivinstitution zur Geschichte der Erwachsenenbildung und Wissenschaftsbildung. Zudem verwaltet das ÖVA das Archivgut der Wiener Urania.
Die Lichtbildersammlung Urania Wien
Die Lichtbildersammlung, deren Verbleib über Jahrzehnte als ungeklärt galt, wurde 1999 wiederentdeckt und in das Österreichische Volkshochschularchiv überführt. Die Sammlung umfasst circa 60.000 Glasdiapositive (großteils handkoloriert) und Glasdianegative, ergänzt durch zahlreiche Redetyposkripte aus dem Zeitraum von 1890 bis 1930.
Die Objekte sind in rund 800 originalen Holzschatullen archiviert. Diese Bildträger dienten primär der Illustration der populärwissenschaftlichen Repertoirevorträge der Wiener Urania. Seit 2018 steht dieser weltweit einzigartige Bestand – analog zu allen weiteren Beständen des ÖVA – unter Denkmalschutz.
Im Rahmen der digitalen Langzeitarchivierung und zur Steigerung der Sichtbarkeit dieses kulturellen Erbes wurde eine kuratierte Auswahl von rund 6.500 überwiegend polychromen Glasdiapositiven digitalisiert. Der Fokus der Auswahl liegt auf topografischen Aufnahmen (Landschaften, Städte, Orte) innerhalb der heutigen Grenzen Österreichs, sowie sozialgeschichtlich interessanten Aufnahmen. Darunter finden sich Motive aus der bäuerlichen, handwerklich-gewerblichen und industriellen Arbeitsalltag, aus der aristokratischen und bürgerlichen Lebenswelt, aus dem Brauchtum, der Festkultur, dem Großstadtleben sowie alltäglichen Straßen- und Dorfszenen.
Durch diese digitale Transformation wird ein wertvoller Quellenkorpus für die interdisziplinäre Forschung sowie die interessierte Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Weiterführende Links
archiv.vhs.at
digitales-archiv.vhs.at
adulteducation.at