Regionale Schätze im Fokus
Verbund Oberösterreichischer Museen
Oberösterreichs Museen bewahren kulturelles Erbe und machen Geschichte lebendig – vor Ort und zunehmend auch digital. Mit dem neuen Sammlungsportal laden sie dazu ein, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aus vielfältigen Perspektiven zu entdecken.
Kulturelles Erbe in Oberösterreichs Museen
Mit etwa 270 Museen, Sammlungen und museumsähnlichen Einrichtungen präsentiert sich Oberösterreich als vielfältige Museumsregion. Die Häuser bieten Einblicke sowohl in das vergangene als auch in das gegenwärtige künstlerische und kulturelle Schaffen des Landes.
Mit unterschiedlichen inhaltlichen Ausrichtungen widmen sich die Museen dem Sammeln, Bewahren, Erforschen und Vermitteln bedeutender regionaler wie auch überregionaler Kulturgüter. Sie halten die Erinnerung an prägende Persönlichkeiten und einschneidende historische Ereignisse lebendig und veranschaulichen soziale, kulturelle sowie technische Entwicklungen über Jahrhunderte hinweg.
Die oberösterreichischen Museen erzählen vom Alltag vergangener Zeiten, vom Leben und Arbeiten der Menschen, vom Natur- und Kulturraum des Landes und von seiner wechselvollen Geschichte. Zugleich verstehen sie sich als lebendige Lern- und Erlebnisorte: Mit zeitgemäßen Ausstellungen, innovativen Vermittlungsformaten und vielfältigen Programmen sprechen sie Besucher:innen aller Altersgruppen an. So laden sie dazu ein, sich aus unterschiedlichen Perspektiven mit der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auseinanderzusetzen.
Kultur und Geschichte digital entdecken - erforschen - ergründen
Einen Schritt weiter gehen die Museen nunmehr mit der digitalen Bereitstellung ausgewählter Bestände. Mithilfe des Förderprogramms Kulturerbe digital konnte seitens des Verbundes Oberösterreichischer Museen ein digitales Sammlungsportal eingerichtet werden, das von allen Mitgliedsmuseen genutzt werden kann und sukzessive erweitert wird. Interessierte, Forschende und Expert:innen sind herzlich eingeladen, in den Beständen zu stöbern und neue Fragestellungen zu entwickeln. Aktuell sind zwei Museen im Kulturpool vertreten.
Museum Innviertler Volkskundehaus
Das Museum Innviertler Volkskundehaus präsentiert eine Auswahl an Highlight-Objekten aus der umfangreichen volkskundlichen Sammlung. Neben Skulpturen der berühmten Rieder Bildhauerfamilie Schwanthaler werden einzigartige Objekte aus dem Bereich der religiösen Volkskunst zugänglich gemacht, wie besondere Rosenkränze (z. B. aus Natternwirbeln), Breverl, Tauftaler oder wertvolle Reliquienarbeiten. Auch verschiedene Amulette, Ulrichskreuze, Neidfeigen oder Sebastianspfeile, bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Andachts- und Heiligenbildchen, welche allesamt die tiefe Religiosität der Menschen zu jener Zeit belegen, wurden digitalisiert. Alltagsgegenstände wie Textilien, Kopfbedeckungen, Schmuck oder Liebesbriefe ergänzen die Auswahl.
Färbermuseum Gutau
Das Färbermuseum Gutau widmet sich dem traditionsreichen Handwerk des Blaudrucks, das 2018 von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. In einer historischen Färberei werden Werkzeuge, Stoffe, Muster und Werkstücke gezeigt, die die traditionelle Technik nachvollziehbar machen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Familie Zötl, welche die Färberei betrieb und bedeutende Persönlichkeiten der oberösterreichischen Kulturgeschichte hervorbrachte. Durch die vollständige digitale Erfassung öffnet das Museum seine Sammlung für Interessierte und Forschende weltweit.
Laufende Erweiterung geplant
Weitere digitalisierte Sammlungen aus oberösterreichischen Museen werden folgen und das virtuelle Angebot kontinuierlich erweitern.